Vermischtes Modernisierung im Frauenwohnheim Neeffhaus abgeschlossen Das Neeffhaus ist eine Einrichtung mit langer Tradition in Stuttgart. Es hat sich in den zurückliegenden fast 30 Jahren mitten im Zentrum der Landeshauptstadt für viele Frauen in einer prekären Lebenssituation zu einem Schutzraum entwickelt.
Aufgrund eines Sonderinvestitionsprogramms des Landes konnte der Eigenbetrieb Leben und Wohnen als Träger des Neeffhauses im zurückliegenden Jahr eine Modernisierungsmaßnahme durchführen. Es entstanden 6 neue, abgeschlossene Wohneinheiten, die den Bewohnerinnen zukünftig mehr Komfort, Ruhe und Geborgenheit bieten.
Die Bewohnerinnen des Neeffhauses freuen sich über die neuen, gemütlichen Wohnungen. Nach der Modernisierung sind kleine, abgeschlossene Wohneinheiten entstanden, die den Bewohnerinnen mehr Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit bieten. Ziel der Modernisierung war es, innerhalb der neuen Wohneinheiten eine Abgrenzung der Leistungsbereiche und damit eine konzeptionelle Profilierung der Betreuungsangebote zu schaffen. Zudem wurden die Zimmer, die Küchen und die Sanitärbereich grundlegend saniert und neu ausgestattet.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden die neuen Wohnungen am 16. März im Neeffhaus eingeweiht. “Mit der Umsetzung der Maßnahme wurde dem Bedürfnis der Bewohnerinnen nach mehr Selbstständigkeit Rechnung getragen. Durch das Zusammenleben in den Wohngruppen lernen die Frauen, wieder mehr in Gemeinschaft zu leben und haben die Möglichkeit zum Austausch. Das ist eine enorme Verbesserung der Lebensqualität, die ich sehr begrüße“, so Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch.
Die Bewohnerinnenstruktur im Neeffhaus hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sie umfasst alle in einer Großstadt anzutreffenden Problemlagen von Frauen jeder Altersklasse. Durch die bisherige Struktur des Gebäudes Gerberstraße 2 b war eine klare konzeptionelle Trennung der Leistungsangebote nicht möglich und eine fachlich angemessene Begleitung und Unterstützung der Frauen erschwert. „Die geschützten Wohnbereiche ermöglichen für die Bewohnerinnen ein angeleitetes, aber dennoch weitgehend eigenständiges Wohnen“, so Einrichtungsleiterin Ursula Leutert-Ehring.
Die Modernisierungsmaßnahme konnte im zurückliegenden Jahr nur deshalb in Angriff genommen werden, weil das Sozialministerium des Landes ein Sonderinvestitionsprogramm für wohnungslose Frauen aufgelegt hat. Ziel des Investitionsprogrammes war es, die fachlichen Angebote für wohnungslose Frauen bedarfsgerecht und flächig auszubauen und bestehende Angebote spezifisch zu qualifizieren. Die Modernisierungsmaßnahme im Neeffhaus wurde in das Programm aufgenommen. Insgesamt hat das Projekt 296.000 EUR gekostet. Davon übernimmt das Land 112.000 EUR und der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) 30.000 EUR gefördert. Die Stadt fördert das Projekt mit 93.000 EUR. Der Eigenbetrieb steuert aus Eigenmitteln 63.000 EUR bei. “Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Finanzierung so kurzfristig auf die Beine zu stellen und mit der Modernisierungsmaßnahme einen Gewinn an Lebensqualität für die Frauen zu erreichen“, so Bernhard Schneider, Geschäftsführer des Eigenbetriebs.