30.12.2010 Personalien
Mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster den Leiter des Amts für Umweltschutz, Joachim von Zimmermann, in den Ruhestand verabschiedet. Nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit an der Spitze des städtischen Umweltschutzamtes endet seine Amtszeit am 31. Dezember.
Von Zimmermann hatte das Amt für Umweltschutz kurz nach dessen Gründung übernommen. “Es war damals ein Glücksfall für die Stadt, einen angesehenen Umweltfachmann aus dem Umweltministerium gewinnen zu können“, so OB Dr. Schuster.
Hervorzuheben sei, dass sich von Zimmermann immer für größtmögliche Transparenz eingesetzt habe. Das Amt für Umweltschutz hat 70 Grundlagenwerke in seiner Schriftenreihe veröffentlicht. Stuttgart war eine der ersten Städte, die eine umfassende Untersuchung über Verbreitung, Gefährdung und Schutz der Wildbienen herausgegeben hat. Das Amt für Umweltschutz hat den ersten Klimaatlas Deutschlands auf CD veröffentlicht. Das Bodenschutzkonzept für Stuttgart ist ebenso wie das stadtinterne Energiecontracting beispielhaft. Beide haben inzwischen deutschlandweit Nachahmer gefunden.
Das erarbeitete Renommee des Amtes und die gute Zusammenarbeit mit Hochschulen führten zu zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. „ Diese Erfolge helfen nicht nur dem Stellenwert des Umweltschutzes in Stuttgart. Im Rahmen der Projekte sind auch immer erhebliche Fördermittel nach Stuttgart geflossen“, so Dr. Schuster. Jüngstes Beispiel ist die Sanierung der Uhlandschule zu einer Plusenergieschule, die mit 4,4 Millionen Euro durch das Bundesforschungsministerium gefördert wird.
Neben der Führung seiner Dienstgeschäfte setzte sich Joachim von Zimmermann auch als Vertreter der Stadt in Kommissionen des Deutschen Städtetags, des Städtetags Baden-Württemberg sowie im Stuttgarter Forum Auto und Umwelt für einen starken Umweltschutz ein. Darüber hinaus war er bis Mitte 2009 gewähltes Mitglied im Regionalparlament Stuttgart.
Zum Abschied dankte von Zimmermann vor allem seinen Mitarbeitern: “Sie setzen sich hochmotiviert für den Umweltschutz ein, haben stets gute Ideen - die Zusammenarbeit hat immer Spaß gemacht.“ Seinem Nachfolger Werner Flad wünsche er viel Erfolg und das stets notwendige Glück.


